Feuer bedroht die Existenz des Zirkus Afrika

Weiden. THW und Feuerwehr arbeiteten in der Nacht von Freitag aus Samstag Hand in Hand, um das Feuer beim Zirkus Afrika zu stoppen. Für den Zirkus ist es „eine Katastrophe“: Wichtige Heuvorräte und das Winterzelt für die Tiere sind zerstört.
Von Udo Fürst
Das war ein Schock für die Leute des Zirkus Afrika, der bis Montag in der Weidener Leimberger Straße gastierte. In der Nacht von Freitag auf Samstag geriet kurz nach Mitternacht ein mit Heu beladener Lastwagen in Brand. Wegen der zahlreichen Glutnester forderte die Feuerwehr Weiden die Fachgruppe Räumen des Technischen Hilfswerks (THW) aus Weiden nach. Das THW Weiden war mit insgesamt drei Fahrzeugen und acht Helferinnen und Helfern vor Ort und unterstützte die Feuerwehr durch das Ausladen des Anhängers. Erst gegen 3.30 Uhr konnte der Einsatz beendet werden.
Das ist eine Katastrophe,
sagt ein geschockter Zirkusdirektor Hardy Weisheit. „Alle Heuvorräte, viele bedruckte Werbeplakate und das Winterzelt für die Tiere sind verbrannt“, sag Weisheit am Morgen nach dem Brand und berichtet, dass zwei Mitarbeiter mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gekommen seien.
Dank für Hilfsaktion der Weidener
Der Direktor beziffert den Schaden auf etwa 90.000 Euro und beklagt, dass man kein Heu mehr habe, um die rund 50 Tiere zu füttern. Sein von vielen Menschen in den sozialen Medien verbreiteter Aufruf nach Futterspenden habe eine beispielhafte Hilfsaktion ausgelöst, für die der Zirkuschef sehr dankbar ist.
Obwohl laut Polizei die Brandursache noch nicht klar ist, Brandstiftung aber nicht ausgeschlossen werden könne, schossen die Spekulationen darüber aus dem Boden. So beschuldigen einige Facebook-User militante Tierschützer, das Feuer gelegt zu haben. Hardy Weisheit ist wütend: „Das wäre eine Sauerei.“
Nach der ersten Vorstellung sei es zu Rangeleien mit Tierschützern gekommen. „Mit Tierschutz hat das nichts zu tun, wenn die Tiere wegen des Feuers in Panik geraten, wegen des verbrannten Isolationszelts im Winter frieren müssen oder gar verletzt würden. Das ist kriminell, so weit darf es nicht kommen.“
Fotos: THW Weiden
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