Automatenbomber: Razzia und Verhaftungen in den Niederlanden
Nordoberpfalz. Die niederländische Polizei hat heute mutmaßliche Geldautomatenbomber festgenommen. Sind die Täter aus der Oberpfalz dabei?

Mehr als drei Dutzend Geldautomaten wurden im vergangenen Jahr in Bayern in die Luft gesprengt. Auch in der Oberpfalz schlugen die Täter zu, die in den Niederlanden vermutet werden. Seit Montagmorgen fährt die niederländische Polizei einen Großeinsatz in den Provinzen Limburg und Utrecht. Darüber informieren jetzt die Staatsanwaltschaft Bamberg und die Landeskriminalämter (LKA) in Bayern und Baden-Württemberg in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
Seit Monaten wird ermittelt
Seit mehreren Monaten ermitteln diese drei deutschen Behörden gemeinsam mit den niederländischen Kollegen gegen eine bestimmte Gruppierung, die seit 2021 im weiß-blauen Freistaat und im benachbarten Baden-Württemberg ihr kriminelles Unwesen getrieben haben soll. Mehrere Tatverdächtige sollen bei der Razzia bereits festgenommen worden sein.
Fünf Tatorte in der Oberpfalz
Fünfmal hatten die Automatenbomber in der Oberpfalz im Jahr 2022 zugeschlagen. Im Juni flog ein Geldautomat der VR-Bank in Wernberg-Köblitz in die Luft, einen Monat später hatten es die Täter auf ein Gerät der Regensburger Sparkasse abgesehen. Im Oktober krachte es in der Commerzbank in Wiesau und in der Sparkassen-Filiale in Luhe. Im November explodierte ein Geldautomat der Regensburger Sparda-Bank.
Ob bei den jetzt Festgenommenen auch die „Oberpfalz-Täter“ darunter sind, ist noch unklar. Einzelheiten will das LKA in München am 2. Februar bekannt geben.
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